Von Tango bis Stevie Wonder – Mizar Quartett zündet musikalisches Feuerwerk

Und was haben Sie nächste Woche Donnerstag vor?

Mit diesen Worten begrüßten sich die Menschen gegenseitig schon vor dem Betreten der Kirche am 27.08.2026 beim Abschlusskonzert des Eilshauser Musiksommers.

Dieses Mal begrüßte die Pfarrerin Renate Pense die Besucherinnen und Besucher und sprach im Namen der Kirchengemeinde Andreas Lechtermann ihren Dank aus. Obwohl er in den Ferien Urlaub hat, organisierte er den Musiksommer und begleitete jedes Konzert von der Generalprobe bis hin zum Abschließen der Kirche. Hierfür dankte ihm auch das Publikum mit einem tosenden Applaus.

Dann betrat das Mizar Quartett den Altarraum. Zum ersten Mal waren ausschließlich vier Streichinstrumente zu hören. Mit dem temperamentvollen Tango „Por una Cabeza“ von Carlos Gardel eröffneten zwei Violinen, eine Bratsche und ein Violoncello den Konzertabend. Tänzerisch blieb es mit „Tico Tico“ von Zequinha de Abreu. In viele Jugendzimmer von damals und damit in die Erinnerungen entführte das Mizar Quartett mit „I want to Hold Your Hand“ von John Lennon und Paul McCartney. Nach dem schwungvollen Beginn wurde es ruhiger. Mit dem sehnsüchtigen „Moon River“ von Henry Mancini und Johnny Mercer und dem „Wiegenlied“ von Johannes Brahms träumte sich das Publikum in ferne Welten und verspürte bei „Soledad“ von Astor Piazzolla den Schweremut der Einsamkeit.

Mit dem Stück „Barcarole“ von Johannes Offenbach gondelte das voll besetzte Kirchenschiff durch Venedig und genoss leicht schunkelnd die schönen Klänge.

Wilde Leidenschaft blühte anschließend mit dem „Ungarischen Tanz Nr. 1“ von Johannes Brahms auf. Und feierlich blieb es mit dem Stück „Der Schwan“ von Camille Sainnt Saens  aus dem Karneval der Tiere. Die Besonderheit bei dem Lied war, dass die Hauptstimme das Violoncello spielte und die Violinen nur begleitend im Hintergrund den Klang vervollständigten. Danach spielte das Mizar Quartett „Experience“ von Ludovico Einaudi und wie der Name schon verrät, war das Stück etwas besonderes, kleine Veränderungen führten zu anderen Klängen und es endete abrupt, sodass auch der Applaus kurz auf sich warten ließ.

Der bedingungslosen Liebe widmeten sie sich mit „Hymne a l´amour“ von Marguerite Monnot und Edith Piaf. Danach ging es auf Reisen mit Frodo Beutlin in unbekannte Länder mit „About Hobbits“ von Howard Shore. Die Reise führte vom Festland weiter auf die See und „Sailing“ von Christopher Cross füllte das Kirchschiff aus. Zum Schluss wurde noch Stevie Wonders „Sir Duke“ als Hymne an die Musik gespielt.

Die vier Musikerinnen klärten im Laufe des Abends über ihren Namen auf. Der Mizar ist ein Stern in der Deichsel des Sternebilds „Großer Wagen“. Wenn man durch ein Teleskop schaut, kann man erkennen, dass es sich hierbei um vier Sterne handelt, die umeinander kreisen. Und so kreisen auch die einzelnen Stimmen des Quartetts umeinander und bilden letztendlich eine perfekte Einheit, die ohne eine Musikerin zerbricht. Und von diesen wunderschönen Klängen konnten sich die Besucherinnen und Besucher verwöhnen lassen und sich überzeugen, dass diese Musik in den Musiksommer gehört.

Nach einem donnerenden Applaus und Standing Ovation  durften sich alle über zwei Zugaben freuen. Auch wenn dieser Musiksommer endete, war die Vorfreude auf den bereits angekündigten Musiksommer 2027 deutlich zu spüren.