Marimba Excursion von Klassik bis Filmmusik

Unter dem Konzertnamen ließ ein altbekannter Freund des Musiksommers, Fumito Nunoya, am 30.07.2026 wieder seine Schlägel auf dem Marimbaphon tanzen.

Andreas Lechtermann freute sich sehr, so viele Menschen begrüßen durfte. Einige Stunden zuvor war wegen der amtlichen Unwetterwarnung des Landes NRW noch nicht absehbar, ob das Konzert in der gewohnten Form stattfinden hätte können. Doch am späten Nachmittag kam die Entwarnung vom Ordnungsamt und Fumito Nunoya konnte mit Hilfe von Andreas Lechtermann das Marimbaphon aufbauen. 

Fumito Nunoya eröffnete das Konzert mit dem Stück „Vermilion Bird“ von Heng Liu. Übersetzt heißt das Feuervogel und man konnte zarte einzelne Vögel zwitschern hören oder einen ganzen Vogelschwarm vorbeiziehen sehen. 

Auch Fumito Nunoya begrüßte das Publikum und war sichtlich begeistert, dass das gesamte Kirchenschiff gefüllt war. Danach spielte er die „Chaconne“ aus Partita Nr. 2 von Johann Sebastian Bach. Dieser komponierte das Stück zu Ehren seiner verstorbenen ersten Ehefrau. Wer jetzt erwartet  traurige und schwermütige Melodien zu hören, hat sich tüchtig geirrt. Das Stück erinnerte an einen Tanz und feiert das Leben. Und genauso tanzten die Schlägel durch Fumito Nunoya vierzehn Minuten über das Marimbaphon.

Mit einem Lächeln im Gesicht und einem Zwinkern verkündete der Musiker, dass das nächste Lied kürzer sei. „Samsara“ von Fabian Otten erklang zehn Minuten durch die Kirche. Es handelt von dem buddhistischen Gedanken der Reinkarnation und eine andächtige Stille breitete sich im Publikum aus. Die Melodien spiegelten den Kreislauf des Lebens durch zarte Leise und dunkle laute Töne wieder.

Das nächste Stück aufzuführen war ein Herzenswunsch von Fumito Nunoya, weil „Blossom“ von seinem Schüler Joey Eng komponiert wurde, der an dem Abend auch anwesend war und kürzlich die Marimbaphon-Abschlussprüfung abgelegt hatte. Es handelte von der eigenen Familiengeschichte. Denn seine Familie ist von Vietnam nach Australien geflohen und musste sich ein neues Leben, welches für den Komponisten immer selbstverständlich war, aufbauen. Über wunderschöne Klänge durfte sich das Publikum freuen und würdigte die Leistung des jungen Komponisten, welcher anschließend nach vorne geholt wurde, mit einem tosenden Applaus. Ein einzigartiger Moment in der stimmungsvoll beleuchteten Kirche.

Anschließend gab es einen thematischen Wechsel zur Filmmusik. „Over the Rainbow“ von Harold Arlen und „Debohra’s Theme“ von Ennio Morriconne folgten. Schon nach der Ankündigung erklang aus dem Publikum ein „wow“, welches sich direkt am Anschluss an die Lieder wiederholte. Es war ein besonderes Erlebnis diese Filmmusik auf einem Marimbaphon zu hören und den bekannten Klängen zu lauschen.

Nachdem Fumito Nunoya verkündete das letzte Stück „Variations on the Rhapsody in Blue“ von George Gershwin, arrangiert von Nicolas Zavattero, zu spielen, war sofort ein trauriges „nein“ von den Zuhörerinnen und Zuhörer zu hören.   

Das Publikum würdigte das Konzert mit Standing Ovations und durfte sich über die wundervolle Zugabe „ Für mich soll‘s rote Rosen regnen“ freuen. 

Am Ausgang sagte eine Besucherin, dass Fumito Nunoya nicht nur ein Musiker sei. Wer so ein tolles Konzert spiele und das Marimbaphon so perfekt beherrsche, sei einfach ein Künstler. Besser und knapper kann man den Abend nicht zusammen fassen.